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Der Chefpressesprecher der Akademie für Tabakstudien, Nick Naylor, ist verbal mit allen Wassern gewaschen. Mühelos verdreht er seinen Gegnern das Wort im Mund und verkauft den blauen Dunst als harmloses Freizeitvergnügen. Doch seine Auftritte bleiben nicht ohne Folgen: militante Nichtraucher trachten dem smarten Lobbyisten nach den Leben...
Kritik: Die menschenverachtende Tabaklobby, vertreten von einem smarten und gutaussehenden Sympathieträger - geht das? Was der Handlung des Films sicherlich zu Gute kommt ist bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Rauchen wohl eher kritisch zu betrachten. Bewusst mag man den Helden von seiner fragwürdigen Argumentation trennen können, unbewusst wohl kaum. Der Film gipfelt zudem in einem leidenschaftlichen Plädoyer für das Rauchen, gehalten von einem liebenden und verantwortungsvollen Vater, der nicht zögern würde, seinem Spross sein erstes Päckchen Kippen zu kaufen. Der Fall des Protagonisten und die damit verbundene Trennung von Sympathieträger und Zigaretten ist nur ein scheinbarer Sieg - eine Reihe toller Argumente für das Rauchen hat sich schon längst den Zugang zu den Köpfen verschafft.
Fazit: Natürlich ist mir bewusst, dass es sich bei "Thank You For Smoking" um eine Satire handelt. Die Argumente für das Rauchen (sofern es diese überhaupt gibt...) sind mir aber im Vergleich zur Gegenseite, die zu einem kraftlosen Sparringspartner degradiert wird, verdächtig gut ausgearbeitet. Ob nun ironisch oder nicht: der Zuschauer kommt nicht umhin, sich die Darlegungen der Tabaklobby sehr genau anzuhören...
[cp]