Inhalt:
Außenseiter Lucas hat es wirklich nicht leicht. Ständig ist er auf der Flucht vor Schläger Steve und spielen will mit ihm sowieso niemand. Seinen Frust lässt er immer wieder an einem Ameisenhaufen aus. Doch die Krabbeltiere sind mitnichten tumbe Fressmaschinen, sondern, im Gegenteil, eine höchst intelligente und bestens organisierte Spezies. Mit Hilfe eines Zaubertranks schrumpfen sie Lucas auf Ameisenformat und stellen ihn vor Gericht. Das Urteil: Der "Zerstörer" muss fortan wie eine Ameise leben!
Kritik: Nach "Antz" und "Das große Krabbeln" führt uns "Lucas der Ameisenschreck" mal wieder in die CGI-animierte Welt der Ameisen. Obwohl das Gesamtwerk durch eine große Detailverliebtheit besticht, merkt man dem Film die knappen zehn Jahre an Entwicklungsfortschritt in punkto Animation allerdings kaum an. Die Handlung hat die richtige Mischung aus Spannung, Dramatik und Humor und vermittelt so die Lehrinhalte (Zusammenhalt, Freundschaft und Friedfertigkeit) auf spielerische Art und Weise. Fazit: Nichts wirklich Neues, weder animationstechnisch, noch inhaltlich. Aber: die Handlung ist spannend, die Hauptakteure sympathisch und eine Message gibt’s noch obendrauf. Wer seinen Kindern etwas Gutes tun will, liegt hier goldrichtig! [cp]
Juryurteil der FBW: Prädikat wertvoll
„Ameisen gähnen nicht“, heißt es in diesem Ausflug in eine andere Welt. Die Reise in das Reich der Krabbeltiere ist spannend – und auf eine sanfte Weise lehrreich. Der plötzlich auf Ameisengröße geschrumpfte Lucas erfährt zusammen mit dem jungen Kinopublikum viel Anschauliches über die Machtverhältnisse zwischen Groß und Klein. Der wimmelnde Ameisenhaufen entpuppt sich zudem als ein bewundernswertes Modell von Gemeinschaft und sozialem Miteinander. Das hat viel Witz und Spaß und staunenswerte Situationen
Das aufwendig gemachte, technisch perfekte computergenerierte Märchen braucht sich vor großen Vorbildern wie „Das große Krabbeln“ nicht zu verstecken. Perfekte Zeichnung und gekonnte Dramaturgie bei entsprechend eingesetzter, stimmiger musikalischer Untermalung sorgen für Unterhaltung pur.
Der Film erzählt die Geschichte eines kleinen Jungen, der keine Freunde hat und von älteren, größeren Kindern immer nur gehänselt wird. „Weil ich groß bin, und du bist klein“, begründet das einer seiner Peiniger. Lucas lässt seinen Unmut an Tieren wie zum Beispiel den Ameisen aus, die sich ebenfalls nicht wehren können.
Ein Zaubertrank lässt den unglücklichen Jungen auf Ameisengröße schrumpfen. Das versetzt ihn in eine andere, unbekannte Welt und er lernt die Sorgen und Nöte der Insekten kennen. Er lebt mit den kleinen Wesen, bis er sich selbst wandelt und sie zu schätzen und zu lieben lernt. Deutlich wird, in welche Gefahren die kleinen Tiere durch die sinnlosen Launen der Menschen gebracht werden.
Letztlich geht es um Respekt voreinander. Und das kann jede Menge Spaß machen.