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1868, irgendwo tief in den schneebedeckten Rocky Mountains: Ein namenloser Trapper wird von einem bewaffneten Trupp gejagt. Warum er gejagt wird? Wer die Jäger sind? Zumindest eines ist klar: Alle Beteiligten wissen, warum sie diese todernste Angelegenheit bis zum Ende ausfechten müssen. Und ob in den eisigen Rockys oder in der staubtrockenen Gluthitze der Wüste: Aufgeben gibt es nicht. Erbarmen erst recht nicht.
Kritik: Um es vorwegzunehmen: David von Ancken - bisher nur als TV-Serien-Regisseur tätig gewesen - hat hier den besten Neo-Western seit "Erbarmungslos" gedreht. Die dominierende Verschlossenheit der Protagonisten (überragend: Brosnan und Leeson), die erdrückende Rohheit des Überlebenskampfes und vor allem der nie einbrechende Realismus bilden das Gerüst für einen dennoch minimalistischen Neo-Western, der letztlich den Filmzuschauer bloßstellt. Dieser wird Opfer seiner eigenen Moralvorstellung und (Film-)Erfahrung. Weder Teufel (Anjelica Huston) noch Engel helfen bei der Antwort auf die Frage: Was ist ein Menschenleben wert?
[ph]