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Inhalt:
Bei der Antilopenjagd im Südwesten von Texas entdeckt der arbeitslose Vietnam-Veteran Llewelyn Moss die Leichen mehrerer Männer, Beutel voller Heroin und 2,4 Millionen Dollar. Er eignet sich das Geld an und versteckt es daheim. Doch dann begeht Moss einen fatalen Fehler. Nachts kehrt er an den Fundort zurück, wird entdeckt und ist von nun an auf der Flucht vor einem irren, eiskalten Killer.
Kritik:Wer hat nicht den Wunsch, einfach mal so zwei Millionen Dollar auf der Straße zu finden, um sich damit ein schönes Leben zu machen? Sicher jeder, aber nach diesem Film wird man es sich besser dreimal überlegen, das Geld mitzunehmen. Dazu bedarf es natürlich einer starken Bedrohung, die einfach Angst macht und den "Finger Weg-Reflex" auslöst. In dem Film ist der Part des Killers Anton Chigurh die personifizierte Bedrohung schlechthin - genial dargestellt vom Spanier
Javier Bardem, der dafür auch den Oscar bekommen hat. Er ist ein absolut gefühlsloser Psychopath, der seine armseligen Opfer mit einem Pressluft-Bolzenschussgerät hinrichtet. Damit wird eigentlich Schlachtvieh getötet. Allein die Wahl dieser Waffe zeigt, dass es sich bei Anton Chigurh nicht um einen gewöhnlichen Killer handelt, sondern um einen das Leben verachtenden Teufel in Menschengestalt.
Dass die
Coen-Brüder herausragende Experten der knochentrockenen Inszenierung des "beiläufigen Tötens" sind, haben sie mit "Fargo" und "Millers Crossing" schon bewiesen. Mit "No Country for Old Man" treiben sie diese menschenverachtende "Beiläufigkeit" meisterhaft auf die Spitze. Somit hat der Film seine vier Oscars für "Bester Film", "Beste Regie", "Bester Nebendarsteller" und "Beste Drehbuchadaption" verdient gewonnen. Oder hatten die Juroren doch einfach nur Angst davor, dass die
Coen-Brüder Javier Bardem mit seiner Münze vorbei schicken? [raha]
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