Inhalt:
Der Hund Buster, der Esel Fred, die Katze Gwendolyn und der Hahn Tortellini fristen ein trauriges Dasein. Um diesem zu entfliehen, gründen sie eine Popband. Als die "furchtlosen Vier" wollen sie in Paris ihr Glück suchen, landen jedoch versehentlich in Bremen. Dort herrscht der Großkonzern-Tyrann Mr. Gier, der unglücklicherweise Singen und Lachen hasst.
Juryurteil der FBW: Prädikat besonders wertvollGegen starke Konkurrenz angetreten, mit bewundernswertem Mut angegangen und dazu künstlerisch ambitioniert, das ist dieser bisher größte und aufwendigste Zeichentrickfilm aus einheimischer Produktion. Die modifizierte und modernisierte Geschichte von den vier "Bremer Stadtmusikanten" zielt auf den internationalen Markt. Auch ästhetisch und filmtechnisch hat das anspruchsvolle Unterfangen internationales Format, muß den Wettbewerb der Kunsturteile nicht scheuen.
Gelungen ist ein schönes Stück Unterhaltung, das ganz ohne die inzwischen auch in Zeichentrickfilmen gängigen Grausamkeiten auskommt: Die große Wurstmaschine zum Beispiel, durch die der einzige Fluchtweg aus Bremen führt, hat noch keine Messer eingesetzt. Fred, der Esel, wird von einer Kitzelmaschine gefoltert, und die Drohung lautet: Das nächst Mal gibt es aber nichts mehr zu lachen!
Die Charaktere von Buster, dem Hund, Gwendolyn, der Katze, Tortellini, dem Hahn, und Fred, dem Esel, sind nachvollziehbar und liebevoll entwickelt. Sie sind muntere Gesellen, mit denen man längere Zeit verbringen will. Der dynamische Erzählfluß bietet interessante Spannungsbogen und hübsche Episoden. Bilder von starker Raumtiefe und Plastizität laden ein zum Augenschmaus.
Die gelungene Verschmelzung von Zeichentrick und Computeranimation verstärkt das optische Vergnügen.