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Inhalt:
Am Anfang seines Projektwochen-Kurses über das trockene Thema Autokratie sieht sich der Lehrer und Ex-Sponti Rainer Wenger mit der Ansicht seiner Schüler konfrontiert, dass ein faschistisches System in unserer aufgeklärten Zeit keine Chance mehr habe, die Macht zu übernehmen. Um die Schüler vom Gegenteil zu überzeugen, startet Wenger ein mehrtägiges pädagogisches Experiment, das schnell außer Kontrolle gerät: "Die Welle“!
Kritik: "Die Welle" ist die gelungene Verfilmung des gleichnamigen Jugendbuch-Bestsellers von Morton Rhue, der wahre Erlebnisse eines Lehrers an einer kalifornischen Schule erzählt. Im Film ist die Geschichte an ein deutsches Gymnasium in der Jetztzeit verlegt. Regisseur Dennis Gansel wagt sich genau so wie in "
Napola" mit "Die Welle" wieder sehr nah an eine heikle Fragestellung heran: Warum können sich Menschen für eine Sache begeistern, die grundlegend und offensichtlich falsch ist? Der Film gibt dafür natürlich keine endgültigen Antworten. Doch Gansel gelingt es ausgesprochen gut, im Rahmen einer spannenden Geschichte zu offenbaren, wie anfällig - auch angeblich aufgeklärte Menschen - für gruppendynamische Verführungen sind.
Fazit: Überzeugender Film, der beweist, dass auch Filme mit "schwierigen Themen" für beste Unterhaltung sorgen können. [raha]