Inhalt:
Laura freut sich. Zusammen mit ihrem kleinen Bruder darf sie ihre Eltern zu einer Konzertreise nach Peking begleiten. Natürlich kommt auch ihr Stern mit. Dort, in einem Konzertgebäude, lernt sie Ling-Ling kennen, die ihr ein Drachenkostüm zeigt, welches Lauras Stern mit Sternstaub zum Leben erweckt. Doch nun droht eine schwarze Wolke den netten Drachen Nian in einen fiesen Drachen zu verwandeln und die gesamte Welt zu verdunkeln.
Kritik: Lauras Stern und der geheimnisvolle Drache Nian basiert auf den Kinderbüchern von Klaus Baumgart. Es ist der zweite Kinofilm über die kleine Laura und ihren Stern, diesmal spielt die Handlung in China. Untermalt von schöner Musik geht es um die Freundschaft, doch einen wirklichen pädagogischen Wert hat der Film sicher nicht. Auf den Flügeln der Phantasie, die angenehm-kurzweilige Unterhaltung für die Kleinen liefert, fliegt man durch schöne Bilder, knallbunte Farben, ein wenig Spannung und doch auch viel Spaß. [eq]
Juryurteil der FBW: Prädikat besonders wertvoll
1888 ließ sich Emile Reynaud sein „optisches Theater“ patentieren. Der Zeichentrickfilm war geboren. Heute, 120 Jahre später, ist die Bewegungsillusion auf der Leinwand noch genauso faszinierend – besonders für Kinder.
Fünf Jahre nach dem Erfolg von LAURAS STERN hat Autor, Produzent und Regisseur Thilo Graf Rothkirch den wundersamen Begleiter Lauras, den Stern erneut auf die Reise geschickt; diesmal fliegt er bis nach China. Die Geschichte knüpft an die Handlung der Vorgängerfilme an, ist jedoch eigenständig: Laura und ihr kleiner Bruder fliegen gemeinsam mit den Eltern nach China, um dort das Neujahrskonzert in Beijing zu besuchen, wo die Mutter mit einer chinesischen Pipa-Spielerin einen Auftritt als Cellistin hat. Natürlich kommt auch Lauras Stern, der unterwegs wegfliegen wird, mit. Das Mädchen Ling-Ling findet Lauras Stern, erkennt seine Besonderheit und möchte, dass es ihr Stern bleibt. Ling-Lings Tante ist die berühmte Pipa-Spielerin, mit der Lauras Mutter gemeinsam das Konzert geben soll. In der Künstlergarderobe, in der auch das geheimnisvolle Fabelwesen, der Drache Nian als Kostüm liegt, wird dieser durch den Sternenstaub von Lauras Stern zum Leben erweckt, als die beiden Mädchen sich um ihn streiten.
Der alten Sage nach erscheint Nian in der Neujahrsnacht, um Angst und Schrecken zu verbreiten – nicht jedoch in der vorliegenden Version: Hier durchzieht eine dunkle Wolke den Himmel und ein Stern nach dem anderen erlischt. Auch Lauras Stern ist in Gefahr! Nian, der gutmütige Drache wird zum Retter: Er trägt die beiden Mädchen, die inzwischen Freundinnen geworden sind, durch die Nacht, um den Stern vor der dunklen Wolke zu retten. Am Ende strahlt Lauras Stern schöner denn je.
„Wir müssen da hoch, damit die Finsternis nicht über das Licht siegt.“ Dieser Satz mag als moralische Botschaft für den gesamten Film gelten. Der Märchengrundsatz Gut siegt über Böse, das Licht über die Dunkelheit, das Motiv der Freundschaft, sprechende (Plüsch-)Tiere und wundersame Fabelwesen geben diesem Film viele Möglichkeiten, die Fantasie anzuregen. Die kindgerechten, schönen Zeichnungen, sind ein Animationsfilm, der komplett am Computer mit 3-D Animation entstanden ist, ohne dass die Wirkung eines traditionellen Zeichentrickfilms verloren gegangen ist.
Die Abenteuer, die Laura, Ling-Ling und all die anderen in der chinesischen Oper und draußen in der Stadt und auf dem Lande erleben, vermitteln nicht nur den kleinen Zuschauern Erkenntnisse, die einerseits auf Wissensvermittlung beruhen, andererseits aber auch traditioneller Wertevermittlung – Werte wie Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Allgemeinbildung - entsprechen. Gerade darin, dass dieses in wunderschönen, farbenfrohen Bildern und kindgerechten Dialogen geschieht, die hervorragend synchronisiert und mit exzellenter Musik unterstützt werden, liegt die Qualität dieses Films. Das Klavierspiel eines Lang Lang regt zum Träumen an und erwirkt eine Stimmung, die man als Zuschauer nur genießen kann.
Die Jury befand einstimmig: besonders wertvoll.
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