Schauspieler:
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Inhalt:
Die engagierte Sozialarbeiterin Emily betreut die 10-jährige Lilith, die von ihren Eltern beinahe im Gasofen umgebracht worden wäre. Emily nimmt die nun Elternlose, die sich sofort in sie verliebt hat, auf deren Drängen bei sich zuhause auf. Aus der vermeintlichen Idylle wird jedoch ein immer näher kommender Wahnsinn: In Emilys Umfeld sterben Freunde und Kollegen, die ihr helfen wollen, mysteriöse und brutale Tode. Als Emily merkt, dass alle Fäden bei ihr selbst zusammenlaufen, muss sie sich dem Psychoterror Liliths und damit sich selbst stellen.
Kritik: Das Hollywood-Debüt des jungen deutschen Regisseurs Christian Alvert folgt der klassischen Drehbuchschule mit äußerer Plotebene (der harte Job einer Sozialarbeiterin) und innerem Konflikt (Lilith verkörpert Emilys Kampf mit dem wiedererstarkten Kindheitstrauma). Alvert spielt gekonnt mit den menschlichen Urängsten, überzeugend gelebt und gelitten von Renée Zellweger. Alle Genreanforderungen werden abgearbeitet - Schock-Effekte, (kindliche) Personifizierung des Wahnsinns, Verstörung und Traumatisierung des Zuschauers, düster-beklemmende Stimmung. Vor allem Letzteres gelingt Alvert sehr überzeugend, retardierende Szenen spart er größtenteils aus, was dann die Empathie mit Emily im Finale in ungeahnte Höhen schnellen lässt.
„Fall 39“ ist zwar speziell für Genre-Erfahrene nichts Neues, aber allemal eine solide Wiederholung des Altbewährten.
[ph]