Schauspieler:
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Inhalt:
Nach dem Unfalltod seines Lebenspartners Jim stürzt George in eine nicht enden wollende Dunkelheit. Auch seine langjährige Freundin Charley vermag ihn nicht aufzurichten. Vielmehr sieht sie jetzt ihre Chance gekommen, nach all den Jahren bei ihrer großen Liebe George zu landen. Sein verhinderter Selbstmord und etliche Drinks vergehen, ehe George sich in die Universität quält, wo er statt wie üblich über Literatur heute über Angst doziert. Einzig der Student Kenny entdeckt den tieferen Sinn und schließlich Bewunderung für George. Ungläubig und irritiert lässt dieser sich auf Kennys Umgarnen als einzigen Ausweg aus den Depressionen ein.
Kritik: Das feinfühlige Drama spielt Anfang der 60er in der krisengeschüttelten Selbstfindungsphase Amerikas. Als Sinnbild kämpft ein homosexueller Akademiker gegen seine Depressionen nach dem tragischen Tod seiner großen Liebe, auf der Suche nach einem neuen Lebenssinn. Es ist auch eine Neuerfindung des Hauptdarstellers Colin Firth, der sich bislang in überwiegend komödiantischen Rollen zeigte. Die Figur des äußerlich bedachten und innerlich zerrissenen Professors passt hervorragend in die Ambivalenz der – von Regisseur Tom Ford selbst designten – kühlen räumlichen Arrangements und der farblichen Visualisierung, insbesondere bei den Rückblenden. Ein enorm wichtiger und stilvoller Film, der – kaum zu glauben – Fords Regiedebüt ist. [
ph]