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Super: Die Sonne scheint, es wird schön warm und das Eis schmilzt! Doch die darauffolgende katastrophale Überschwemmung droht zur tödlichen Falle zu werden für die Tiere im Tal.
Kritik: Im zweiten Teil des Mega-Erfolgs „Ice Age“ sind es wieder die drei Helden Sid, Manny und Diego, die im Zentrum der erneut dürftigen Story stehen. Neben dem Haupterzählstrang, der um die Überschwemmung des Tals der prähistorischen Tiere geht, wird jedem einzelnen der Helden eine kleine Extra-Story gewidmet. So hat Diego eine Wasser-Phobie, Sid ist Feuerkönig und Manny sozial minderbemittelt. Und die übermäßige Präsenz von Scrat, dem ewigen Jäger der Eichel, ist zwar äußerst amüsant, trägt aber nichts zur Storyentwicklung bei. Pluspunkte gibt es für die vielen neuen lustigen Charaktere. Insgesamt scheint es aber, als sei den Machern ein wenig die Luft ausgegangen nach dem ersten Teil der Eiszeit-Helden.
[ph]Juryurteil der FBW: Die Eiszeit geht zu Ende, alles taut und der Wasserspiegel steigt bedrohlich. Das Mammut Manny, der Säbelzahntiger Diego und das Faultier Sid treffen bei ihrer Flucht auf Eddie und Crash, zwei Opossums mit ihrer „Schwester“ Elli, die zwar ein Mammut ist, sich aber für ein Opossum hält, was im Verlauf des Films noch zu gewissen Problemen und auch Erheiterungen führen wird. Die Gruppe wandert gemeinsam weiter und besteht zahlreiche Abenteuer, um schließlich eine neue Heimat zu finden.
„Ice Age 2“ ist kein bloßer Fortsetzungsfilm, der vom Erfolg seines Vorgängers zu zehren versucht. In „Ice Age 2“ stecken jede Menge Herzblut, Kreativität, Erzählfreude und technischer und filmischer Ehrgeiz. Klänge es nicht beinahe vermessen, müsste man Teil 2 sogar noch besser als den Vorgänger bezeichnen. Die Haare etwa, animationstechnisch eine echte Herausforderung, verblüffen in vielen Einstellungen. Der Film wagt sich ja sogar ins Wasser, auch das kein einfaches Sujet, und wie nebenbei glänzen und trocknen die Tierhaare dann in der Eiszeitsonne. „Ice Age 2“ ist ein Höhepunkt des Animationsfilms, ganz sicher ein Kinoereignis des Jahres 2006, ein rundum gelungener Film, an dem die ganze Familie Spaß finden kann – Familienunterhaltung vom Feinsten.
Geboten werden Geschichten für die ganze Familie, für Kinder aller Alterstufen verständlich, und beständig mit erzählerischem Mehrwert auch für Erwachsene, Geschichten in Geschichten, Details und Beobachtung in Überfülle. Zum Beispiel der an Mr. Bean erinnernde Krisengewinnler oder die Karawane der Mistkäfer („Müssen wir diesen Mist denn mitnehmen“, stöhnt Vater Mistkäfer balldrehend zu seiner Frau). Ja, es wird sogar thematisiert, wie schwer es ist, Kindern die richtige Geschichte richtig zu erzählen. Und nebenbei werden die Varianten des Katastrophenfilms derart duchdekliniert, dass der Filmfreund sich vergnüglich ergötzt.
Die Freuden und gelegentlichen Probleme des menschlichen Zusammenlebens spiegeln sich in der liebenswertenTiergesellschaft wider. Extra visueller Spaß und dramaturgische Spannung sind auch garantiert, wenn Scrat, das prähistorische Urhörnchen, als running gag immer wieder ins Bild rückt und mit all seinen zur Verfügung stehenden Kräften einer Eichel nachjagt.
Die archaischen Gestalten der Tiere sind liebevoll witzig gestaltet, die Dialoge pointiert und schlagfertig. Die deutsche Synchronisation von Otto Waalkes (Sid), Arne Elsholtz, Thomas Fritsch und Daniela Hoffmann treffen die animierten Charaktere perfekt. Das Sounddesign unterstreicht die Szenen des brechenden Eises, der Wasserstrudel und Killerfische.
Besonders bemerkenswert empfanden einige FBW-Jurymitglieder das „Ballett“ der Aasgeier und die Aktionen von Scrat.
Die eindrucksvolle Wirkung des Films als Gesamtkunstwerk wird von der FBW-Jury einstimmig mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ gewürdigt.

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