Bastard

Bastard

Inhalt

Schon seit Tagen ist der 9-jährige Nikolas verschwunden. Als sich der ältere Schulkamerad Leon bei dessen Eltern meldet, schwant ihnen Böses. Tatsächlich offenbart sich der noch nicht einmal strafmündige Bursche als eiskalt agierender Kindesentführer. Er zwingt das Paar zu einem perfiden Psychospiel, auf das sich die Erwachsenen notgedrungen einlassen. Davon erfährt die Kriminalpsychologin Meinert und versucht, aus Leon sowie dessen gleichaltriger Komplizin Mathilda den Aufenthaltsort des Opfers herauszubekommen.

Kritik

Handwerklich erstklassiger Psychothriller in Kinoformat, mit dem Carsten Unger den Umgang mit den Genrekonventionen beweist. Ein gefällig mit Versatzstücken des Spannungskinos hantierender Spielfilm-Erstling, der die Hofer Filmtage 2012 eröffnete und mit stimmungsvollen Cinemascope-Bildern, einem finsteren Geheimnis und fabelhaften Schauspielleistungen, darunter Martina Gedeck, auftrumpft. Der souverän inszenierte Kriminalfall zeichnet das Schreckensbild einer dämonischen Jugend auf der Suche nach Zuneigung.

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