Die Fremde

Die Fremde

Inhalt

"Hör auf zu träumen!", sagt die Mutter zu ihrer 25-jährigen Tochter Umay, als diese mit ihrem kleinen Sohn Cem vor der Berliner Wohnungstür ihrer Eltern steht. Die junge Türkin ist aus einem unglücklichen Eheleben in Istanbul ausgebrochen und will, zurück in Berlin, endlich ein selbstbestimmtes Leben führen. Sie weiß, dass sie ihren Eltern und Geschwistern damit viel zumutet, hofft aber, dass die liebevolle Verbundenheit stärker ist als alle gesellschaftlichen Zwänge. Doch schon bald muss sie erkennen, dass ihre Familie die traditionellen Konventionen nicht einfach über Bord werfen kann.

Kritik

Wieder eine starke Rolle für die "Gegen die Wand"-Entdeckung Sibel Kekilli: In dem Film von Feo Aladag spielt sie eine junge türkische Mutter, die im starren Familienverbund mit seinen Traditionen und Regeln zerrieben wird. Die Umsetzung ist konventionell, aber zielführend, weil die Regisseurin eng bei den Figuren bleibt. Einfache Typenzeichnung wird vermieden in diesem Porträt einer Gesellschaft, die sich nicht von der Vergangenheit lösen kann und noch nicht in der Gegenwart angekommen ist.