Gloria

Gloria

Inhalt

Die geschiedene 58jährige Gloria verkriecht sich nicht zu Hause, sondern flirtet auch schon mal im Single-Club, schwingt das Tanzbein und hat Lust auf Sex. Als sie den ebenfalls geschiedenen Rudolfo trifft, funkt es. Sie lässt Nähe und Intimität zu, öffnet sich dem anderen. Sein Manko: Kaum ruft dessen Ex oder eine seiner Töchter an, folgt der sonst so kuschelige Kerl brav deren Order. Er schaut in die Vergangenheit, sie in die Zukunft. Irgendwann zieht Gloria die emotionale Notbremse und erkennt, sie genügt sich selbst.

Kritik

In Sebastián Lelios viertem Spielfilm, einem wunderbaren Publikumsliebling, der so rhythmisch komponiert ist wie ein Bossa Nova, durchlebt die sympathische Heldin Höhen und Tiefen, intensiv begleitet von der Kamera. Paulina García (Silberner Bär als Beste Darstellerin), spielt diese Frau ohne falsches Pathos ehrlich, humorvoll und mit großer Empathie. Wenn ihre Gloria am Ende lauthals Umberto Tozzis "Gloria" schmettert, stimmt man fröhlich ein und ist hingerissen von dieser bärenstarken Liebeserklärung an das Leben.

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