Inhaltsangabe
Eigentlich scheint die Musikprofessorin Helen ein glückliches Leben zu führen. Sie hat einen liebenden Mann, eine Tochter und wird in ihrem Beruf geschätzt. Doch ein Treffen mit einer jungen Frau wirft sie komplett aus der Bahn und Helen verfällt in schwere Depressionen. Als auch Medikamente ihr nicht helfen, fällt sie immer mehr in ein schwarzes Loch und entfernt sich von ihrer Familie.
Kritik
Sandra Nettelbeck, die sich mit "Bella Martha" einen Namen machte, wendet sich in ihrem englischsprachigen Debüt einem bitterernsten Thema, der Erkrankung an Depression, zu. Mit schonungsloser Offenheit schildert sie deren katastrophalen Auswirkungen. In Ashley Judd fand sie die ideale Titelheldin. Jede Nuance der Qual wird in deren Gesicht lesbar, ihre Verzweiflung genauso erfahrbar wie ihre verstörende Art, die Familie zurückzustoßen. Nettelbeck greift einen klinischen Fall auf und inszeniert dennoch intim und aufrichtig.