JSA - Joint Security Area

Gongdong gyeongbi guyeok JSA

Genre:
Sprachen:
Deutsch

Inhalt

Als eines Nachts zwei nordkoreanische Grenzsoldaten erschossen werden, löst der Vorfall eine militärische Kettenreaktion aus. Süd- und Nordkoreaner haben unterschiedliche Versionen parat. Für Aufklärung soll Leutnant Sophie Jean von der Aufsichtsbehörde der neutralen Staaten sorgen. Die Wahrheit entpuppt sich als etwas gänzlich Anderes...

Kritik

Park Chan-Wook erzählt davon, wie Menschen das ihnen vermittelte Feindbild überwinden. Ein in einem Minendraht verhedderter Südkoreaner ist Auslöser für eine grenzübergreifende Männerfreundschaft. Ohne Wissen ihrer Vorgesetzten schleichen sich nachts zwei Südkoreaner in die Wachstation ihrer "Kollegen", man betrachtet plötzlich den anderen nicht mehr als "kommunistischen Bastard" oder "Todfeind", sondern als Menschen mit ähnlichen Wünschen und Bedürfnissen, vertreibt sich die gestohlenen Stunden mit Spielen und Witzen, Fotos von Frau und Kind wandern von Hand zu Hand. Tagsüber dagegen mimen sie weiterhin die indoktrinierten Soldaten, schleichen bei Manövern aneinander vorbei und spucken sich auch schon mal an. Subtil beschreibt der Regisseur die kleinen Schritte der Annäherung, ein Fünkchen Hoffnung keimt auf. Doch das wird durch einen Fehlalarm mit tödlichem Schusswechsel zerstört. Ideologie und Politik erlauben keine Menschlichkeit. Der Film protokolliert die Absurdität militärischer Aktionen und das Leid des in einer Tötungsmaschinerie gefangenen Individuums. In Südkorea wurde "J.S.A." zum Kassenknüller, auch wenn südkoreanische Armeeveteranen aus Zorn das Büro der Produktionsfirma angriffen. Auch bei uns sollte diese Betrachtung der Wirklichkeit ein interessiertes Publikum finden.

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