Nemez

Nemez

Inhalt

Dima, ein junger Russlanddeutscher, kommt aus dem Jugendknast und möchte in Berlin ein neues Leben anfangen. Sein Vater will mit der Familie wieder zurück in die alte Heimat, Dima möchte in Deutschland bleiben, hofft auf gesellschaftliche Akzeptanz in der neuen Heimat. Die Liebe zu einer deutschen Kunststudentin aus gutem Hause scheint eine Wende einzuleiten. Doch sein früherer Brötchengeber, ein perfider Kunstdieb, will nicht auf seine Dienste verzichten. Nemez setzt alles aufs Spiel, um die Vergangenheit abzuschütteln und neu anzufangen.

Kritik

Regisseur und Drehbuchautor Stanislav Güntner, in Russland geboren und als Zwölfjähriger mit seiner Familie nach Dresden übergesiedelt, bringt eigene Erfahrungen ein, was eine Distanz erschwert, aber auch Authentizität spüren lässt. Stärke entwickelt der Film beim Zusammenprall zwischen Migrant und Arroganz der Arrivierten. Manchmal pendelt das Drama etwas unentschieden zwischen Liebesgeschichte, Identitätssuche und Krimi, überzeugt aber durch schlagfertige Dialoge, wenn der "Loser" den "Gewinnern" Wahrheiten um die Ohren haut.

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