Nocturnal Animals

Nocturnal Animals

Inhalt

Die erfolgreiche Galeristin Susan (Amy Adams) erhält unerwartet ein Paket von ihrem Ex-Mann Edward (Jake Gyllenhaal), zu dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Darin befndet sich ein Roman mit dem Titel „Nocturnal Animals“, der Susan gewidmet ist. Die junge Frau beginnt zu lesen und wird mit einer brutalen Schilderung von Gewalt und Mord konfrontiert. Gefesselt und zutiefst verstört von der Handlung gerät sie immer tiefer in den Sog des beklemmenden Romans. Je weiter die Erzählung auf eine blutige Abrechnung hinausläuft, desto mehr gerät ihr eigenes Leben außer Kontrolle. Realität und Fiktion beginnen zu verschwimmen und Susan ist gezwungen, sich einem dunklen Geheimnis aus ihrer Vergangenheit zu stellen ...

Kritik

Damit dieses gewagt verschachtelte Konstrukt, das nahtlos zwischen - natürlich ebenfalls inszenierter - Realität und Fiktion wechselt, funktionieren kann, muss zunächst einmal die Pulp-Geschichte funktionieren, eine Art "Ein Mann sieht Rot", in dem sich Jake Gyllenhaal als Mann, dem der Boden unter den Füßen weggezogen wurde, mit einem von Michael Shannon brillant gespielten Cop zusammentut, um seine Rache zu bekommen. Abgesehen von einer gewissen Länge im letzten Akt, ist diese Geschichte im Film so stark, dass man wohl allein für sie ein Kinoticket lösen würde. Aber natürlich geht es Ford letzten Endes um die Figur der Susan, um den Zusammenhang von Erleben und Erzählung, um das Nach-Außen-Stülpen des Innenlebens einer Frau am Rand des Nervenzusammenbruchs, es geht um Katharsis, Erfüllung und Sinnhaftigkeit. Und um die allerletzte Szene, mit der sich Amy Adams in die Annalen der Filmgeschichte einschreibt. Der Film beginnt mit Aufsehen erregenden Bildern, er hat Momente fast unerträglicher Spannung, eine geniale Szene mit Laura Linney als Susans Society-Mom, erschütternde Enthüllungen. Aber am Ende zählt nur diese letzte Szene. Und die ist meisterlich.

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