Suffragette: Taten statt Worte

Suffragette

Inhalt

Seit ihrer Kindheit schuftet Maud in einer Londoner Wäscherei, um ihren jungen Sohn durchzubringen und ihrem Mann eine gefügige, gute Ehefrau zu sein. Als sie aber 1912 durch eine Kollegin in den Kampf britischer Suffragetten um Wahlrecht und Gleichstellung hineingezogen wird, nimmt sie diesen als den ihren an und riskiert damit alles. Ihren Job, ihre Ehe und ihre Zukunft in einer von Männern bestimmten konservativen Gesellschaft, die auf traditions- und machtgefährdende Systemstörungen mit entschlossener Härte reagiert.

Kritik

Mit glänzenden Darstellerinnen besetzt, präsentiert sich die zweite Regiearbeit von Sarah Gavron ("Brick Lane") als intensives, aber nie melodramatisch überzogenes Drama, das den nüchternen Fakten der Geschichtsbücher Leben einhaucht. Obwohl die Sympathien klar verteilt sind, dämonisiert dieses Drama die ihre Machtposition verteidigenden Männer nicht, sondern zeigt sie als Gefangene eines überholten Selbstverständnisses und verkrusteter Traditionen, verdichtet in der Figur eines von Brendan Gleeson gespielten Polizisten.

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