Vertraute Fremde

Quartier Lointain

  • Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg |
  • 2010 |
  • FSK 0 |
  • 95 Min.

Inhalt

Der Comic-Zeichner Thomas (Pascal Gréggory) steigt nach einer Geschäftsreise in den falschen Zug und landet in einem Dorf in den französischen Bergen - dem Ort seiner Kindheit. Lange war Thomas nicht mehr hier, Erinnerungen kommen hoch an die Zeit, als sein Vater die Familie ohne Ankündigung verlassen hatte. Noch ahnt er nicht, welches Abenteuer ihn nun erwartet. Wie in einem Traum findet er sich plötzlich in seiner eigenen Vergangenheit als 14-jähriger Teenager (Léo Legrand) wieder, der seinem Vater (Jonathan Zaccaï) in der Schneiderei hilft, für die Mutter (Alexandra Maria Lara) Besorgungen macht, mit Freunden herumzieht und das zarte Gefühl der ersten Liebe erlebt. Doch dann erkennt Thomas seine eigentliche Mission: Ihm bleiben nur wenige Tage, um herauszufinden, was damals wirklich geschah und seinen Vater davon abzubringen, das scheinbar harmonische Familienglück zu zerstören.

Kritik

Der Beglier Sam Garbarski legt nach "Der Tango der Rashevskis" und "Irina Palm" mit "Vertraute Fremde" die poetische Realverfilmung von Jiro Taniguchis preisgekrönten literarischen Comicroman vor. Dabei übertrug er gelungen die Handlung in den europäischen Kontext. Berührend erzählt er die den Kern ausmachende Vater-Sohn-Geschichte, die bisweilen aber schon mal komisch sein kann, wenn etwa der 14-Jährige mit dem Wissen des Erwachsenen in der Schule auftritt. Ein kleiner, aber feiner Film, den man gut empfehlen kann.

Copyright © 2010 Entre Chien et loup, Samsa Film, Archipel 35, Pallas Film, Ateliers de Baere, RTBF (Télévision belge), Rhônes-Alpes Cinéma