Wiener Dog

Wiener-Dog

Inhalt

Als Welpe kommt ein Dackel zu einem neunjährigen Jungen und erfreut dessen Leben zwischen streitenden Eltern und Designer -Möbeln. Als er aber dem Hund etwas Falsches zu essen gibt, wird dieser krank und zum Tierarzt zum einschläfern gebracht. Doch dessen Assistentin rettet ihn und bringt ihn nach einer Odyssee zu einem Ehepaar, das ein bisschen Trost durch den Hund vertragen kann. Danach landet der tierische Held bei einem gescheiterten und gealterten Drehbuchautor, der mittlerweile an einer Filmhochschule lehrt, von den Studenten aber nicht ernst genommen wird. Die letzte Station des Dackels ist die im Pflegeheim wohnende und verbitterte Nana, die ihm kurzerhand "Krebs" tauft.

Kritik

Als eine Art Lebenszyklus des Dackels hat Regisseur Todd Solondz seinen Episodenfilm angelegt. Dabei fällt sein Blick auf die amerikanische Gesellschaft zwar weniger ätzende aus, als zum Beispiel noch in seinem gefeierten "Happiness" von 1998. Wirklich altersmilde ist die New Yorker Indie-Ikone aber auch fast zwanzig Jahre später noch nicht. Weiterhin sorgt er mit Freude dafür, dass dem Zuschauer das Lachen im Halse stecken bleibt. Dabei funktioniert nicht jede Episode gleichermaßen und auch ein rundes Ganzes mag sich nicht wirklich ergeben. "Wiener-Dog" kann sich aber auf den unnachahmlichen Solondz-Ton und den Blick des Regisseurs für skurrile Momente, sowie auf eine grandiose Darstellerriege verlassen.

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