Zweite Chance

En chance til

Inhalt

Die Polizisten Andreas und Simon sollen einen häuslichen Streit bei einem Junkie-Pärchen schlichten. Bei der Durchsuchung der Wohnung findet Andreas in einem Schrank ein weinendes, verkotetes Baby, das er in städtische Obhut gibt. Doch da das Kleinkind vollkommen gesund scheint, muss es zu den Eltern zurückgebracht werden. Gleichzeitig stirbt Andreas' neugeborener Sohn - plötzlicher Kindstod wird angenommen - und darüber zerbricht die Mutter. Worauf ihr treusorgender Mann einen ungeheuerlichen Entschluss fasst...

Kritik

Wieder einmal interessiert sich die Oscar-Preisträgerin Susanne Bier für Menschen, die schwierige moralische Entscheidungen treffen (müssen), wie gewohnt gibt es bei ihr keine einfachen Schuldzuweisungen oder Lösungen. Rational und analytisch geht sie vor, traditionell schnörkellos ist ihre Inszenierung, psychologisch präzise zeichnet sie ihre Figuren. Nikolaj Coster-Waldau führt das exzellente Ensemble mit enormer Präsenz an, die Bilder Michael Snymans tragen maßgeblich zum realistischen Ton des Arthouse-Meisterwerks bei.

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